Der Élysée-Vertrag

Unterzeichnung des Élysée-Vertrags durch Konrad Adenauer und Charles de Gaulle. Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-P106816 / CC-BY-SA
Unterzeichnung des Élysée-Vertrags durch Konrad Adenauer und Charles de Gaulle. Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-P106816 / CC-BY-SA

Aus Feinden sollten Freunde werden - das war das Ziel des Élysée-Vertrags von 1963. Das war keine Selbstverständlichkeit nur 18 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast eine "Gemeinsame Erklärung" und den "Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit" – kurz Élysée-Vertrag. Dieser Vertrag sollte die Aussöhnung zwischen den Völkern Deutschlands und Frankreichs besiegeln und legte den Grundstein für die Freundschaft zwischen den beiden Ländern und den dauerhaften Frieden in Europa.

De Gaulle und Adenauer versicherten sich in dem heute auch als Jahrhundertvertrag gewerteten Abkommen ihrer gegenseitigen Überzeugung, "dass die Versöhnung zwischen dem deutschen und dem französischen Volk, die eine Jahrhunderte alte Rivalität beendet, ein geschichtliches Ereignis darstellt, das das Verhältnis der beiden Völker zueinander von Grund auf neugestaltet". Hintergrund des Abkommens war die Erkenntnis auf beiden Seiten, dass nur durch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland ein vereintes und damit friedliches Europa zu erreichen sei.



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